Arbeter froyen

Es gibt zahlreiche Lieder der jüdischen Arbeiterbewegung zum Ende des 19en und zu Beginn des 20en Jahrhunderts in Osteuropa und Amerika (Ale brider). Gerne vergisst man, dass die Hälfte der Arbeiter Frauen waren, die nicht nur in Fabriken, sondern oft auch in schlecht bezahlter Heimarbeit schufteten.

An diese richtet sich das Lied. Es basiert auf dem Gedicht „Tsu Arbeter Froyen“ von David Edelshtat (1866-1892), das 1891 veröffentlicht wurde. Adrienne Cooper hat das Gedicht von Edelshtat zu einer revolutionären Hymne für die Frauen der Arbeiterklasse umgeschrieben.

Die Aufnahme zu dem Video unten stammt von der CD „The Butcher’s Share“ von Daniel Kahn. Von ihm stammen auch die Übersetzungen ins Englische.

Arbeter Froyen

Arbeter Froyen

ארבעטן פרויען

Arbeter froyen, laydende froyen!
Froyen, vos shmakhtn in hoyz un fabrik
Vos shteyt ir fun vaytn? vos helft ir nit boyen
Dem templ fun frayhayt, fun mentshlekhn glik?

Helft undz trogn dem baner dem roytn
Forverts, durkh shturem, durkh finstere nekht!
Helft undz vorhayt un likht tsu farshpreytn,
Tsvishn umvisende, elente knekht!

Helft undz di velt fun ir shmuts tsu erheybn!
Ales opfern, vos undz iz lib
Kemfn tsuzamen, vi mekhtike leybn
Far frayhayt, far glaykhhayt, far undzer printsip!

Arbeiterfrauen

Arbeiterfrauen, leidende Frauen,
Frauen, die ihr arbeitet zu Hause und in der Fabrik
Warum steht ihr abseits, warum helft ihr nicht bauen
Den Tempel von Freiheit, von menschlichem Glück

Helft uns, die rote Fahne zu tragen
Vorwärts durch Sturm, durch finstere Nacht
Helft uns, Wahrheit und Licht zu verbreiten
Unter unwissenden, elenden Knechten

Helft uns, die Welt von ihrem Schmutz zu befreien
Alles opfern, was uns lieb ist
Zusammen kämpfen, wie mächtige Löwen
Für Freiheit, für Gleichheit, für unser Prinzip


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